Herzlich Willkommen bei uns!

Liebe Gemeinde,
sehr geehrte Damen und Herren,


ab August 2020 gibt es eine kleine Änderung bei unseren
Gottesdienstzeiten. Wir beginnen eine Stunde später als bisher, also um

11.00 Uhr.

Gemeinsam mit den Gemeinden in unserer Umgebung haben wir entschieden, dass nicht alle Gottesdienste zur selben Uhrzeit beginnen. So hat jeder von Ihnen die Möglichkeit, sich am Sonntag den Gottesdienst auszusuchen, der zeitlich besser in die Wochenendplanung passt.



Da uns Ihre Gesundheit sehr am Herzen liegt, gelten für den Gottesdienstbesuch folgende Regeln: 

  • Teilnehmerzahl 50 Personen
  • Eintragung in einer Teilnehmerliste
  • Maske tragen  
  • Abstand von 1,5 Metern einhalten
  • Leider kein Abendmahl und kein Gesang möglich


Bleiben Sie gesund und wohl behütet unter Gottes Segen!

Ihre Evangelische Nazareth-Kirchengemeinde


Wochenspruch zum 3. Sonntag nach Trinitatis

„Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist“ (Lk 19,10)

 

Liebe Gemeinde,

 

wenn sie jetzt sagen müssten, wann sie das letzte Mal etwas verloren haben, woran würden sie denken? An den Schlüssel, der einfach nicht mehr aufgetaucht ist? An das Portemonnaie, das ihnen im Urlaub gestohlen wurde? Oder an das Buch, bei dem sie sicher waren, sie wüssten wo es ist und das sie doch nicht wiederfinden?

 

Seltsamerweise denke ich zunächst an materielle Dinge, die ich verloren habe. Dinge von Wert. Dinge, die ich täglich brauche, wie Schlüssel, Portemonnaie, Handy. Ich denke zunächst an meine Kamera, die im Februar im Urlaub in Costa Rica meiner Unachtsamkeit und mit ihr irgendeinem Strandhügel am Pazifik zum Opfer fiel.

 

Dabei sind die eigentlichen Dinge von Wert ganz andere. Denn was ich in den letzten Monaten unter Corona verloren habe, war ganz klar meine Leichtigkeit. Ich habe den direkten Kontakt zu Menschen verloren, die mir lieb sind. Ich habe Gewohnheiten verloren, feste Termine bei der Arbeit, beim Verein, beim Sport und in der Freizeit. In den letzten Monaten habe ich viel verloren, von dem, was mich ausgemacht hat. Über Corona habe ich ein gar nicht mal so kleines Stück von mir verloren.

 

Und doch blieb etwas in der Zeit, das mir, ja ich hoffe und glaube fest ihnen allen, nicht verloren ging. Was immer blieb war die Hoffnung und Zuversicht, dass all der Mist, den 2020 mit sich schleppt vorüber gehen wird. Was blieb war das Versprechen, dass Gott uns nicht verlässt, selbst wenn wir uns von Freunden und Familien getrennt sehen, selbst wenn wir so vieles, wenn wir so Wichtiges verloren haben in den letzten unendlich lang wirkenden Monaten.

 

Was bleibt ist das Versprechen, dass Gott zu uns kommt und uns nicht verloren gibt. Weder in diesem Leben noch darüber hinaus. Was bleibt ist die Gewissheit, dass wir all die Anstrengungen und Verluste der letzten Monate zwar aushalten mussten und auch weiterhin müssen, dass wir darüber hinaus aber nie ganz verloren gehen können.

 

Wir werden gesucht und selig gemacht. Das ist ein wirklich nötiges Versprechen, das uns auch für die nächsten Wochen und Monate Kraft schöpfen lässt.

 

Bleiben Sie behütet.

Ihr Pfarrer Paul Bismarck


Kindergottesdienst zu Pfingsten 


 

Bastelanleitung Taube: 
https://kugelig.com/wp- content/uploads/2018/04/ Bastelvorlage_Vogel_aus_ Papier-Plotterfreebie.jpg

Bastelanleitung Windrad: 
https://christlicheperlen. files.wordpress.com/2019/04/ pfingsten-bastelidee.png

Kurzportrait unserer neuen Pfarrerin 

Eva Finkenstein

Liebe Nazarethgemeinde,

alles neu macht der Mai! Für mich in diesem Jahr tatsächlich: Ab dem 16. Mai werde ich bei Ihnen  als Pfarrerin mit 50% im Entsendungsdienst arbeiten. 

Im Moment lebe ich noch in Leipzig, freue mich aber sehr, bald nach Berlin zu ziehen. Franz von Suppés Aufforderung „Du bist verrückt mein Kind, du musst nach Berlin!“ trifft mich gewissermaßen ins Herz. Und so wird dieses zwar auch etwas schwer beim Gedanken, das gemütliche Leipzig zu verlassen - doch zugleich von Vorfreude auf den quicklebendigen Kiez rund um den Leo und die neue Arbeit bei Ihnen erfüllt!

Eine tabula rasa ist Berlin für mich nicht. Aufgewachsen in einem Mecklenburger Pfarrhaus, bin ich von dort zum Theologiestudium nach Leipzig, Montpellier und anschließend nach Berlin gezogen. Und wie es der Zufall will, habe ich bereits als Studentin hier im Wedding gelebt - und das ausgesprochen gern!

Nach dem Studium hat mich mein Weg zunächst nach Kopenhagen und Lübeck geführt. Dort habe ich als Gemeindepraktikantin dem Wunsch, Pfarrerin zu werden, nachgespürt und ihm - nach einem kleinen Abstecher ins Designmöbelmarketing - schließlich nachgegeben, was mich ins Vikariat nach Dresden führte.

Meiner Liebe zu Seitenwegen bin ich aber treu geblieben: Statt direkt dem Pfarramt, habe ich mich nach dem Vikariat erstmal der Wissenschaft verschrieben. Seit zwei Jahren widme ich mich in Leipzig und Halle meiner Promotion, die restliche Arbeit daran bringe ich nun mit nach Berlin. Sollten Sie sich also fragen, wo ich bin, wenn Sie mich nicht in der Gemeinde finden: bestenfalls zuhause am Schreibtisch oder in der Bibliothek! Ansonsten vielleicht auf dem Fahrrad, am Klavier oder mit Freund*innen unterwegs in der kulturellen Vielfalt Berlins, die mich - normalerweise - regelmäßig begeistert.

An der Arbeit als Pfarrerin begeistert mich die Vielfalt der Möglichkeiten, miteinander Räume zu entdecken, zu öffnen und zu gestalten: im Gespräch, bei der Bewältigung von Lebenssituationen, bei der Sorge füreinander und für unsere Nächsten. Ich wünsche mir, dass Menschen bei uns auf offene Türen stoßen! 

Und ich wünsche mir mit Ihnen eine Gemeinschaft, die Geborgenheit und Innehalten genauso ermöglicht wie Aufbrüche und Diskussion. Auf unsere Begegnung und ein Kennenlernen freue ich mich sehr!

Bis dahin kommen Sie gut durch diese ungewöhnliche Zeit und bleiben Sie behütet.

Sehr herzlich, Ihre Eva Finkenstein